Motorsteuerungen
Direktanlauf eines Asynchronmotors

Was ist ein Direktanlauf?
Beim Direktanlauf (DOL) wird ein Asynchronmotor über ein Schütz direkt an die volle Netzspannung geschaltet. Es ist die einfachste, günstigste und häufigste Anlaufart. Im ersten Moment zieht der Motor ein Mehrfaches seines Bemessungsstroms und erreicht kurz darauf seine Nenndrehzahl.
Wo wird der Direktanlauf eingesetzt?
Bei kleinen und mittleren Motoren: Pumpen, Lüfter, Absauger, Kompressoren, Förderbänder, Rührwerke und Werkstattmaschinen. Überall dort, wo der Anlaufstrom das Netz nicht überlastet, ist der Direktanlauf die erste Wahl. Bei großen Leistungen setzt man Stern-Dreieck-Anlauf, Sanftanlasser oder Frequenzumrichter ein.
Hauptstromkreis und Steuerstromkreis
Im Hauptstromkreis liegen LS-Schalter, Hauptkontakte des Schützes und Überlastrelais in Reihe; das Überlastrelais schützt den Motor vor Überstrom. Im Steuerstromkreis sitzen Stopptaster, Starttaster, Überlastkontakt und Schützspule. Diese Start-Stopp-Steuerung ist die Grundlage fast jedes Motorschaltschranks.
Worauf ist zu achten?
Das Überlastrelais wird auf den Bemessungsstrom vom Typenschild eingestellt. Schütz und LS-Schalter werden nach Motorleistung gewählt; ein LS-Schalter mit Motorcharakteristik verhindert ein Auslösen beim Anlauf. Wegen des hohen Anlaufstroms werden große Motoren an schwachen Netzen nicht direkt angelassen.
Verwendete Bauteile
- Motor 3~
- M1
In der Simulation starten.
Diese Schaltung ist in der CoilPath-Bibliothek fertig. Öffne sie, drück die Taster und verfolge den Strom. Mit Verdrahtungsansicht und Schaltschrankaufbau.
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