Motorsteuerungen
Wendeschaltung mit Direktanlauf

Was ist eine Wendeschützschaltung?
Die Wendeschützschaltung lässt einen Drehstrom-Asynchronmotor in beide Richtungen laufen. Die Drehrichtung eines Drehstrommotors wird umgekehrt, indem zwei seiner Außenleiter vertauscht werden. Das übernehmen zwei Schütze: eines für Rechtslauf, eines für Linkslauf. Die Schaltung heißt auch Wendeschaltung oder Drehrichtungsumkehr.
Wo wird die Wendeschützschaltung eingesetzt?
Bei Kranen und Hebezeugen, Garagen- und Industrietoren, Aufzügen, reversierbaren Förderbändern, Werkzeugmaschinen, Rührwerken und Schneckenförderern. Überall, wo sich ein Mechanismus hin und her bewegen muss, steckt eine Wendeschaltung dahinter.
Hauptstromkreis und Steuerstromkreis
Im Hauptstromkreis sind die beiden Schütze so angeordnet, dass sie die Außenleiter in zwei verschiedenen Reihenfolgen an den Motor legen; das Überlastrelais schützt den Motor in beiden Richtungen. Im Steuerstromkreis gibt es für jede Richtung einen Starttaster, einen gemeinsamen Stopptaster und die beiden Schütze. Das Vertauschen der Außenleiter im Hauptstromkreis richtig zu zeichnen und zu lesen, erfordert die meiste Sorgfalt.
Warum ist die Verriegelung so wichtig?
Ziehen beide Schütze gleichzeitig an, werden zwei Außenleiter kurzgeschlossen. Deshalb verriegeln sich die Schütze gegenseitig über ihre Öffner (Schützverriegelung); manche Schaltungen verriegeln zusätzlich über die Taster. Eine Wendeschaltung ohne oder mit falsch verdrahteter Verriegelung führt in der Praxis zu schweren Fehlern. Wie die Verriegelung aufgebaut wird, erklärt das Buch Schritt für Schritt, und in der App lässt sie sich in der Simulation ausprobieren.
Verwendete Bauteile
- Motor 3~
- M1
- Start-Taster (NO)
- S2, S3
- Schützspule
- K1, K2
In der Simulation starten.
Diese Schaltung ist in der CoilPath-Bibliothek fertig. Öffne sie, drück die Taster und verfolge den Strom. Mit Verdrahtungsansicht und Schaltschrankaufbau.
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