Schmelzsicherung (Zylindersicherung)

Abbildung: Schmelzsicherung (Zylindersicherung)

Was ist eine Schmelzsicherung?

Eine Schmelzsicherung ist eine Einweg-Sicherung, deren Schmelzleiter bei Kurzschluss oder Überstrom schmilzt und den Stromkreis trennt. Sie sitzt in einem Sicherungshalter oder Sicherungssockel; nach dem Auslösen wird sie herausgenommen und ersetzt. Es gibt Zylinder- und NH-Sicherungen (Messerkontakt).

Wo wird eine Schmelzsicherung eingesetzt?

In Steuerstromkreisen, Motor- und Transformatorabgängen, an Eingängen von Frequenzumrichtern und Leistungselektronik sowie auf der DC-Seite von PV-Anlagen. Da sie Kurzschlussströme sehr schnell abschaltet, wird sie zum Schutz empfindlicher Geräte bevorzugt.

Arten und Auswahl

Schmelzsicherungen werden nach Baugröße, Bemessungsstrom und Betriebsklasse gewählt. gG ist für allgemeinen Leitungsschutz, aM für Motorschutz, superflinke Typen schützen Halbleiter. Sicherungshalter gibt es ein-, zwei- und dreipolig; manche haben eine Leuchtanzeige für ausgelöste Sicherungen.

Worauf ist zu achten?

Eine ausgelöste Sicherung wird immer durch eine mit gleichem Strom und gleicher Klasse ersetzt; eine größere lässt die Leitung ungeschützt. Vorher wird die Fehlerursache gesucht und der Halter spannungsfrei geschaltet. Eine Schmelzsicherung schützt einen Motor nicht vor anhaltender Überlast; Motoren brauchen zusätzlich ein Überlastrelais.

Anschlüsse

Zylindersicherung (1-polig)

Eingang
1
Ausgang
2

Zylindersicherung (3-polig)

Eingänge
1/L1, 3/L2, 5/L3
Ausgänge
2/T1, 4/T2, 6/T3

In der Simulation ausprobieren.

Dieses Bauteil gibt es in CoilPath in echter Optik. Füge es einer Schaltung hinzu, verdrahte es und sieh, wie es sich in der Simulation verhält.